[Alte Freunde, alte Feinde] Verbleib von Selflanatil

Diskussionen über die Questen und Hintergründe der Phileasson-Saga.
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Gion
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[Alte Freunde, alte Feinde] Verbleib von Selflanatil

Beitrag von Gion » 22.02.2013, 19:15

Mir ist eine Sache eben aufgefallen, was den Verbleib von Selflanatil angeht:

Am Ende der Saga überreicht Urdirial, die blaue Rose, Anführerin der Wüstenelfen, Fenvarien Selfanatil. Das is schön und stimmungsvoll.

Aber hatte nicht NDraas, der Elementarherr des Erzes, Tie'Shianna mit dem Besuch der Helden in den Ruinen Tie'Shiannas, bei dem diese Schwert und Kelch zu Orima zurückbringen ein allerletztes Mal freigelegt?

Habe ich verpasst, dass Phileasson und seine Gefährten nach dem Besuch des Orima-Tempels die heiligen Reliquien wieder einpacken? Oder hat es sich NDraas noch mal anders überlegt?

Beide Varianten sind nicht wirklich stimmungsvoll, davon abgesehen, dass zumindest bei uns die Artefakte im Tempel gelassen wurden. Also muss ich wohl das Überreichen des Schwertes an Fenvarien streichen.

Oder habt ihr eine gute Erklärung parat wie Selflanatil wieder zu Urdiriel kommt? Oder hab ich was falsch verstanden?

Heiko Seeburg
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Beitrag von Heiko Seeburg » 23.02.2013, 13:37

Interessantes Problem, ist mir noch gar nicht aufgefallen :)

Eine Möglichkeit gibt es, die das Ganze erklären würde (wenngleich die Argumentationslinie eher dünn ist).

Durch die Rettung und Heilung Fenvariens haben die Helden den Hochkönig wieder zu einem würdigen Träger Selflanatils gemacht. Orima (immerhin Fanvariens Vorgängerin als Hochkönigin, später zur Göttin erhoben worden, nie "offiziell" gestorben), die sich in der Statue im Rosentempel materialisieren konnte, ist Urdiriel erschienen und hat ihr das Schwert überreicht. Da sie eine Göttin ist, wäre sie nicht unbedingt auf die Hilfe von N'Draas angewiesen. (Anderer Erklärungsversuch: Immerhin war es Orima, die zur Erbauung Tie'Shiannas einen Pakt mit der Elementarherrin des Erzes geschlossen hat. Vielleicht hat sie bessere Beziehungen zu N'Draas).

Allerdings gibt es auch hier zwei große Lücken:

1. Sollte es so gelaufen sein, müsste das als Beweis der Selbstvergöttlichungsthese Ometheons gewertet werden. Schließlich war Orima Lichtelfe, aber keine Göttin.

2. Warum gab Orima Urdiriel nur Selflanatil, nicht aber den Kelch?

phil
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Beitrag von phil » 23.02.2013, 17:52

Dieses Problem hatte ich damals ignoriert, was auch gut geklappt hat ;-). Eindeutig ist, dass die Artefakte am Ende der 7. Queste im versunkenen Tie'Shianna bleiben, also nicht von den Helden mitgenommen werden, denke ich.

Was Urdiriels Auftritt am Ende der Saga angeht: Meine Spieler gingen einfach davon aus, dass die Beni Geraut Schie als Wächter Tie'Shiannas natürlich die Möglichkeit haben, die versunkene Stadt erneut zu betreten, um das Schwert zu bergen - und daran, dass der Hochkönig der rechtmäßige Träger des Schwerts ist, bestehen wohl kaum Zweifel. Man muss aber dazu sagen, dass wir die 7. Queste noch nach der alten Ausgabe gespielt hatten, wo die Geschichte um N'Draas und seinen letzten Dienst nicht wirklich vorkam.

Falls das bei euch nicht passt, mag ich Heikos Idee, und ich denke auch, dass man die zwei Probleme umschiffen kann: Unabhängig von ihrem genauen Status (Göttin vs. Lichtelfe) halte ich einen mystischen Befehl Orimas an N'Draas, das Schwert den Beni Geraut Schie zu übergeben, für sehr stimmig. Und der Largala'hen ist als Zeichen astraler Macht und Fruchtbarkeit nun mal kein Artefakt, das unbedingt in Fenvariens Hand passen würde - mir käme ehrlich gesagt die Frage, warum der Kelch verschollen bleibt, gar nicht in den Sinn.

Gion
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Beitrag von Gion » 23.02.2013, 19:01

Danke Heiko und auch Phil, die Idee gefällt mir richtig gut.

So atheistisch ich auch im RL bin, so sehr mag ich religiöse Ereignisse und fromme Charaktere in der Phileasson Saga. Damit ist ein heiliges Schwert. das auf wunderbare Weise wieder zu den Wüstenelfen zurückkehrt, für mich etwas sehr stimmiges.

Welche Wesenheit in welchem göttlichen Status für die Rückkehr des Artefakts gesorgt hat, das ist doch eigentlich ein schönes Mysterium für spätere Abenteuer. Mögen die Elfen aber gerne glauben, dass es die vergöttlichte Orima war. Schön auch, die offene Frage was aus dem Largalahen geworden ist. Auch das könnte doch irgendwann noch mal aufgegriffen werden.

Und der Wüstensand muss ich nicht extra wieder aufgegraben werden. Das fände ich doch schade, dieses besondere Ereignis des allerletzen Besuches in Tie'Shianna den Helden zu nehmen.

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