"Team Kooosch" Spielrundenblog - Folgt dem Drachenhals!

Berichtet von eurer Phileasson-Spielrunde!
Jyivindar
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Re: "Team Kooosch" Spielrundenblog - Folgt dem Drachenhals!

Beitrag von Jyivindar » 09.10.2020, 12:01

Die Zeitnot und andere Projekte halt. Das hält auf und hier auf stand zu bleiben ebenfalls. Aber ich Versuche es wirklich alles zu notieren wie ich versprochen habe.

Ich meine.. kämpfe können immer schlimm ausgehen, aber zu wissen, das das der letzte sein kann plus ein Gegner, dem wir noch nie gegenüber getreten sind und der einer Einsteigergruppe gefährlich werden könnte... Das hat schon ordentlich für Adrenalin gesorgt.

Eine hohe Parade durch den Schild mit hohem Kraftakt-Wert hat ihn gerettet. Der einzige (!) Treffer, den der Oger gelandet hat, war auch noch ein kritischer.
Einen Punkt vor Schmerz 2 ist der Lebensbalken zum Stehen gekommen in der einen Runde. Hart im Nehmen als talent war ebenfalls zu empfehlen an der Stelle.
Ergo: er hat den Kampf ohne eine merkliche Schmerzstufe überlebt und den Oger vorgeführt.

Netter Nebeneffekt: ich konnte die Schlagkraft der Gruppe endlich einmal ausloten.

Zuvor hat ein QS5 Feuerball noch weite Teile des Goblinlagers verwüstet. Respekt für die Truppe. Das war schon stark.

Schattenkatze
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Re: "Team Kooosch" Spielrundenblog - Folgt dem Drachenhals!

Beitrag von Schattenkatze » 09.10.2020, 15:11

Was hat es eigentlich damit auf sich?:
Am Dorfbrunnen stieß ich auf einen Waldelfen. Der wohl hervorragende Elfenbogen, die beiden nachtschwarzen Schwerter und der Gram in seinen Augen ließen mich schon fast verzagen, als er mir, mit einem Grinsen. Eine kleine Phiole in die Hand drückte und mich hieß, sie schnell zu trinken. Um seinen Zorn nicht zu wecken, tat ich, wie mir geheißen. Sogleich fühlte ich die arkane Macht dieses Gebräus. So empfahl sich der Waldelf wortlos in den Wald zurück und ließ mich, mit verdutztem Gesichtsausdruck stehen.

Jyivindar
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Re: "Team Kooosch" Spielrundenblog - Folgt dem Drachenhals!

Beitrag von Jyivindar » 09.10.2020, 20:11

Ah.. das war "ich" :mrgreen:
War eine kleine Homage an meinen ersten Char (Waldelf) "Jyivindar Schattenbringer".
Der hat sich immer da oben rumgetrieben und gerne stundenlang Flöte gespielt. Irgendwann wollte ich den Mal als Gast einbauen. Von damals hatte ich noch dunkel in Erinnerung, dass er einen Trank dabei hatte, der die AsP permanent um 1 erhöht hat. Den habe ich einfach so als Bonus eingestreut, wird sonst schlecht.
Sicher, ist der so nicht mehr spielbar und hatte, auch wenn es etwas kindisch rüber kommt, 2 Nachtwinde als Schwerter und war natürlich ein überragender Bogenschütze. Daher wollte ich ihn der Gruppe nicht bzw. Noch nicht zur Seite stellen.
Aber wenn man schon Mal da oben ist und eine Elfen Kampagne spielt, dann war ich so frei und habe "mir" einen Gastauftritt verschafft.

Edith

Und so wie es geschrieben wurde, hat es sich nicht ganz ereignet. Mein Mitspieler versucht zwar immer alles wie einen Reisebericht zu schreiben, kann aber nicht immer alles so hinschreiben wie es war. Ich habe schon den einen oder anderen Part korrigiert, müsste aber viel Zeit investieren um diesen Text zu komplettieren. Daher bleibt der erstmal so

Jyivindar
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Re: "Team Kooosch" Spielrundenblog - Folgt dem Drachenhals!

Beitrag von Jyivindar » 12.10.2020, 15:21

Abend 8 - Spielbericht

An einem elfisch verzauberten Ort jenseits der Zeit zwischen Norburg und Festum, Anfang Peraine im Jahre 1008 nach Bosparans Fall

Aus dem Reisebericht Thorgrimm Faenwulfson, Adeptus Maior i.s.m. der Akademie Schwer und Stab zu Gareth.

Der Kampf mit dem Oger hatte unseren Söldner doch härter getroffen als anfangs vermutet. Yeto bewies erneut, dass er fürwahr ein unglaublich zäher Hund ist. Als wir an den Überresten eines alten Boronklosters am Ende des Rabenpasses unser Lager aufschlugen, hatte er sichtlich Mühe, seine Rüstung abzulegen. Im Schutz der Mauern half ihm Olja aus seiner Rüstung und zum Vorschein kam ein gewaltiger Bluterguss an der Stelle, wo ihn die Ogerkeule getroffen hatte.
Während Burian andächtig durch die Ruine schlich und sich andächtig in borongefällige Stille hüllte, versorgte Anastasia höchst interessiert den Körper des Söldners. Fraglich nur, was sie wohl mehr begeisterte. Der Bluterguss oder die gestählten Muskeln?
Der Rest der Gruppe folgte einer gewissen Routine. Asleif, Raluf und Eigor organisierten das Nachtlager und die Wachen, Ynu ging auf die Jagd und die Nivesen kümmerten sich um ihre Herde. Abdul, der arme Hund, wurde gefesselt in eine Ecke verbannt und nur der alte Ohm leistete ihm Gesellschaft. Ich selbst streifte umher und hing meinen Gedanken nach, bis Hesinde und Phex mich zu ein paar Zwölfblättern führten. Auf dem Rückweg musste ich etwas sehr weltliches erledigen. Zu meinem Unglück kam, gerade als ich geendet hatte, der Boroni vorbei. Grimmig sah mich sein Auge an und er war sichtlich nicht amüsiert. Dann ließ er mich verdutzt stehen, nur um Augenblicke später mit einer Schaufel zurückzukehren und „Blasphemie“ zu murmeln.
Der Abend selbst endete feuchtfröhlich, da Yeto´s Sieg nochmal gefeiert werden musste. So sang Ohm die ersten Strophen seiner neuen Saga vom tapferen Söldner. Apropos Söldner, Yeto war schon wieder gut auf den Beinen. Anastasia hatte wohl ganze Arbeit geleistet. Trotzdem verkündete der Foggwulf, hier im Schutz der Mauerreste, ein paar Tage verweilen zu wollen, damit jeder wieder zu Kräften kommen konnte. Yeto konnte diese Pause gut gebrauchen und auch ich war froh, hatte doch der Feuerball den Großteil meiner astralen Kraft verschlungen.
Sobald Yeto wieder fit war, machte er sich daran, Burian den Schildkampf etwas näher zu bringen. Das hatte den Vorteil, dass der Boroni von mir abgelenkt und beschäftigt war, doch hatte er mir meine Nothdurft nicht verziehen. Olja wiederum, verbrachte viel Zeit mit Nirka. Nur die Himmelswölfe wissen, was die Beiden ständig zu besprechen hatten.

Die Tage nach unserem Aufbruch vergingen zäh, das wir ließen die letzten Ausläufer der gelben Sichel ereignislos hinter uns. Schon bald gingen diese in die Grüne Ebene über, was den Karenen wohl am meisten gefiel. Hier und dort brach sich die Schneedecke und die Tiere fanden deutlich mehr Nahrung. In diesem weitläufigen Land waren nun auch die Wölfe, die uns begleiteten, wieder einmal zu sehen. Im Gebirge hatten sie sich gut verstecken können, doch nun, in der Weitläufigkeit dieser Steppe, waren sie von weitem zu sehen und sie schienen unruhig zu sein. Diesen Umstand teilten sie mit unserer Heilerin. Anastasia wurde mit jedem Schritt, dem wir ihrer Heimat näher kamen zusehends unruhiger.
Wir rasteten zur Mittagszeit, als Wolfsgeheul den wolkenverhangenen Himmel zerriss. Nirka warnte uns, dass die Wölfe die Witterung eines gefährlichen Wesens aufgenommen hatten. Unheimlich war das Gefühl, dass sich sofort bei allen ausbreitete. Manch einer zog sogar die Waffe und Yeto selbst, spannte in dunkler Vorahnung seine Armbrust.
Lautes Donnern erhallte und der Boden vibrierte, als ein Drache durch die Wolken stieß und krachend ein Karen zermalmte, als er sich gierig auf das Tier stürzte. Mit seinem gewaltigen Horn durchbohrte er ein zweites. Ein weiteres riss er mit Leichtigkeit fort, als er sich wieder in die Lüfte erhob und in den grauen Wolken verschwand. Unsere Otta hatte sich blitzschnell zum Kreis formiert, so dass jede Richtung in irgendjemandes Blickfeld lag. Eigor schickte ein Stoßgebet zu Angrosch, als auf der Seite, an der wir den Drachen gesehen hatten, ein Karen zu Boden stürzte und zerschellte. In kurzer Folge, stieß der Drache herab. Er griff nach dem Kadaver und unter ein paar vereinzelten und wirkungslosen Bolzen und Pfeilen erhob er sich erneut in die Lüfte. Gefühlt eine Ewigkeit verharrten wir regungslos, bereit für den nächsten Angriff, als erneut ein Wolf heulte. Nirka atmete tief aus und erklärte, dass seine Witterung schwächer wurde und das Ungetüm wohl wieder zurück zur gelben Sichel sei. Hastig, aber konzentriert, machten wir uns sofort reisebereit und trieben die Herden so schnell es ging gen Osten, weg von der gelben Sichel und seinem niederhöllischen Bewohner. Doch ein ungutes Gefühl blieb…
Tage später, erweckte eine Rauchsäule unser Interesse. Wir erkannten die Überreste von so etwas wie einem Dorf. Auf einem Platz zwischen den Behausungen waren verkohlte Leichen aufgetürmt, die Anastasia recht schnell als Goblins identifizierte. Sicherheitshalber haben wir unsere Schutzausrüstung gegen die Zorganpocken angelegt und in einem kleinen Trupp die Behausungen untersucht. Yeto fielen zwei seltsam gearbeitete Pfeile auf, die mit hoher Wahrscheinlichkeit von elfischer Hand gefertigt wurden. Ich selbst fand Spuren von Pferden, die überraschender Weise nicht beschlagen waren. Auch das war laut Oljas Aussage ein Indiz, dass hier Elfen am Werk waren. Als Burian und Anastasia so etwas wie einen Grabsegen sprachen, grübelten die meisten unserer Otta wohl darüber, was die Elfen so in Rage gebracht hatte. Wir hatten eine Vermutung, die sich später bewahrheiten sollte. Im Lager wurden viele Tierknochen gefunden, die von Pferden stammten. Olja meinte sich zu erinnern, dass Steppenelfen die Pferde als Mitglieder der Sippe betrachten und somit hier ihre Rache verübt hatten.
Wir haben uns gerade wieder auf den Weg gen Ask gemacht, als wir Reiter im Westen erspähten. Sie holten schnell auf und hatten uns noch viel schneller erreicht. Berittene Elfen mit kunstvoll gearbeiteten Bögen. Yeto erkannte auch die Machart der Pfeile wieder. Asleif riet uns vorab zur Vernunft. Ein Kampf würde nur mit schweren Verlusten unserer Otta einhergehen. Der Foggwulf verhandelte gut und so erhielten wir für eine Karene Geleitschutz bis einen Tagesmarsch vor Ask. Der Angriff des Drachen war immer noch nicht vergessen. Dabei erfuhren wir auch vom Anführer der Steppenelfen, dass wir mit der Vermutung bezüglich der Pferde Recht hatten. Hellhörig wurde der alte Legendensänger, als wir beim Gespräch auf den Himmelsturm kamen. Die gesamte Reise nutzte er, um möglichst viele der Geschichten des Turmes zu erlernen und wir um die Abkehr der Steppenelfen vom Leben in Palästen zu verstehen. Für ihn stellten diese Berichte einen wahren Schatz dar und er verzichtete auf die meisten der ausgehandelten Karene.
Als wir einen Tag vor Ask waren, verabschiedete sich unser Geleitschutz und abends am Lagerfeuer klärte uns Anastasia über Ihr Norburg auf. Außerdem war es ihr wichtig, dass wir ihre Unarten für uns behielten. Ihr Ruf hier in der Stadt ist ihr wohl äußerst wichtig. Ähnlich verhält es sich bei mir ja mit seiner Spektabilität Magus Foslarin.

Tags darauf erreichten wir Ask und nachdem wir den Brückenzoll entrichtet hatten, wurden wir auch in die Stadt vorgelassen. Wobei Stadt hier definitiv der falsche Ausdruck war. Dieses verschlafene und heruntergekommene Nest lebte eindeutig von den Nivesen und dem Handel mit ihren Karenen. Und offensichtlich nicht sehr gut. Die Häuser schäbig, die Straßen marode und der stinkende Asker an sich, ist ein sehr eigenes Völkchen gewesen. Trotzdem fanden wir ein Gasthaus, dass uns bewirtete und beherbergte und (wohl nicht extra) wegen uns, Schauplatz eines kleinen Bardenwettstreits war. Für Ohm ein gefundenes Fressen. Die anderen Mitglieder der Otta gingen ihren eigenen Geschäften nach, doch abends am Kaminfeuer, hatte Ohm eine schöne Mär für Nirka aufgeschnappt. Sie handelte vom letzten der Theaterritter und einem Wald, in den abgemagerte Karene hineingingen und wohlgenährt und fett wieder herauskamen. Diesen Wald hätte Nirka gut gebrauchen können. Wie sie uns erklärte, waren ihre Tiere in keinem guten Zustand und würden keinen guten Preis erzielen. Es wäre zu überlegen, ob man nicht weiter bis nach Festum zieht, um die Tiere dort zu verkaufen. In dieser Stadt zahlte man allgemein bessere Preise und jeder Taler den man mehr erwirtschaftete, wurde dringend benötigt.
Zuvor wollten wir aber Anastasias Oma noch unsere Aufwartung machen. Eine sichere Unterkunft und einige Tage Ruhe in dem Anwesen der Gräfin war ein nicht von der Hand zu weisender Anreiz für einen Halt in Norburg. Anastasia hatte auch noch andere Pläne, die Phantas Narben betrafen. Das gefiel wiederum Hermsen so gar nicht. Ich selbst bin anatomisch nicht sonderlich bewandert, aber meinem Verständnis nach, wollte die kleine Heilerin Phanta die Haut an den entsprechenden Stellen abziehen und unversehrt nachwachsen lassen. Ihr heimlicher Verehrer Hermsen war von dieser Prozedur eher verängstigt und verstand die Kompetenz Annas in der Angelegenheit nicht. Aber der Gute ist auch nicht das hellste von Praios Lichtern. Möglicherweise hatte er da etwas falsch verstanden. Hoffentlich stellt er nichts Dummes an.

Die Karene wurden in einige Pferche und Weiden der Gräfin untergebracht. So verloren wir wenigstens in dieser Zeit keines der Tiere. Als wir am nächsten morgen in die Stadt wollten, fanden wir uns vor einem Posten der Stadtwache wieder, die uns nur nach einer Untersuchung in die Stadt lassen wollte. Brüskiert begann Anastasia sofort zu diskutieren, dass sie sich als Gräfin sicherlich nicht untersuchen lassen wollte. Der Einzige, der sich darüber zu freuen schien, war Raluf. Der wilde Thorwaler drängte sich nach vorn, ließ seine Hüllen fallen - ja alle - und verlangte mit Nachdruck, sofort untersucht zu werden. Hier und jetzt. Eine junge Adeptin nahm sich sofort bereitwillig seiner an. Wir anderen aber, ließen nur widerwillig die Prozedur über uns ergehen, bevor wir die Stadt betraten. Warum die Norburger in ihrer Stadt offenes Feuer verabscheuten wurde mir sofort klar, als ich den ersten Schritt in die Stadt setzte. Alle Häuser waren kunstvoll mit geschnitztem Holz verziert. Im Firun(Norden) erhob sich die prächtige Norburg, die Heimat von Anastasia und der Sitz des Stadtrates. Und genau das war unser Ziel, als wir losstapften.
Auf der Norburg wurde uns, im wahrsten Sinne, der rote Teppich ausgerollt. Anastasias Großmutter empfing uns mit allem Pomp und Prunk und mit einem bekannten Gesicht an ihrer Seite. Brego, der ehemalige Diener Zurbaran Gerbelsteins. Er stütze die gebrechliche, aber lebhafte Greisin. Hatte ich beim Empfang etwa ihre Hand an meinem Hintern gespürt? Nach dem Empfang wurden wir zu unseren Gemächern gebracht. So luxuriös waren wir noch nie untergekommen, seit wir mit dem Foggwulf in See gestochen sind. Doch schon bald zog es mich und andere in die Stadt. Yeto war auf der Suche nach einem Fähigen Handwerker, der seinen Schild reparieren sollte. Burian suchte nach dem ortsansässigen Boronsanger. Olja versteckte sich ganz untypisch für sie in ihrem Gemach. Unsere Gräfin ersann ärgerlich Pläne, wie sie die Nivesin in die Stadt bekommen sollte. In diesen Tagen war es Nivesen generell untersagt, die Stadt zu betreten. Doch dieses Problem war schnell gelöst durch die Benutzung eines verborgenen Ganges, der von der Norburg aus nach draussen führte. Als ich von meinem Erkundungsgang zum örtlichen Rondratempel und dem zerstörten Praiostempel ausserhalb zurückkam, blickte ich beim Betreten der Burg schon in das vernarbte Grinsen Phantas und Nirkas. Bereits am Abend sollte die Behandlung beginnen und würde wohl 2-3 Nächte dauern. Auch Burian war bald wieder da, da er bei Anastasias Behandlung zugegen sein wollte und sich um die Linderung der Schmerzen und das Vergessen der Prozedur kümmern sollte. Was die Gegenleistung hierfür sein sollte wollte mir Anna nicht verraten, aber mir wurde von Burian im Nachhinein berichtet, dass die entfernte Haut konserviert wurde. Yeto wiederum kam erst spät zur Burg zurück. Offensichtlich hatte er noch eines der überlaufenen Badehäuser besucht. Dafür sollte sein Schild bereits am nächsten Tag fertig sein.
Nirka berichtete von dem unglaublich schlechten Preis, die die Sippe hier für Karene erhalten kann. Auch ein Angebot der Gräfin und ihrer Oma, die Tiere hier abzukaufen und dann in Festum zu verkaufen wurde dankend abgelehnt. Es war einfach zu wenig Geld.
Der erste Teil der Operation war verstörend, jedoch ein voller Erfolg laut Burian. Sowohl die Operateurin, als auch die Patientin bräuchten dringend Ruhe. Yeto zog nach dem abendlichen Festmahl etwas ermüdet los, seinen Schild zu holen. Zusätzlich hatte er sehr schlecht geschlafen, da immer wieder komische Geräusche aus Oljas Kammer an sein Ohr drangen. Burian zog sich auch erstmal zurück. Ich selbst begab mich zunächst in das Kuriositätenkabinett der Gräfin, das von ihrer Oma eingerichtet wurde. Irritiert begutachtete ich die Exponate und wunderte mich danach sehr, warum die Bannstrahler hier noch nie eingefallen waren. Viele erbeutete und gefundene Gegenstände unserer gemeinsamen Reisen wurden hier präsentiert. Die abgeschlagene Yetihand, das Echsenbuch, Fragmente eines dieser Eisigel, die Träne der Nurti und die männlichen Überreste des Kaisers Bardo sind nur einige der Objekte, die hier hinter verschlossenen Türen aufbewahrt und ausgestellt werden.
Danach zog es mich wieder in die Stadt, um die Sehenswürdigkeiten zu erkunden. Die Praiosscheibe war schon beinahe wieder versunken, als ich mich auf den Rückweg machte und dabei, im wahrsten Sinne, über Raluf stolperte. Der besoffene Hund lag mitten auf der Straße und schlief. Ihn zu wecken gestaltete sich als schwere Aufgabe und ihn auf die Burg zu schaffen war für mich schier unmöglich. Ich stand da, wie ein bemalter Moha. Und so beschloss ich, loszueilen, um Hilfe zu holen.
Selbst mit Beistand hatte es lange gedauert, bis wir den Hühnen auf der Burg hatten und noch länger, bis er wieder halbwegs ansprechbar war. Seine Kunde jedoch, hätte er lieber für sich behalten. Der Tölpel Hermsen saß im Gefängnisturm, weil er versucht hatte, Phanta zu finden. Dabei war er auch handgreiflich gegen die Stadtwachen geworden. Jetzt forderte der Pöbel zumindest seine Hand, wenn nicht sogar seinen Tod. Da traf es sich gut, dass Anastasia und Burian just in dem Moment, den zweiten Teil ihres Eingriffes abgeschlossen hatten. Auch Yeto und Olja waren schleunigst abmarschbereit.
Vor dem Schuldturm hatte sich tatsächlich schon der Pöbel eingefunden und nur die Stadtwachen hielt ihn davon ab, den Turm zu stürmen und das Urteil selbst zu vollstrecken. Der kleinen Gräfin folgend, drängten wir uns zum Eingang und ein Machtwort später hatten Anastasia und Burian schon Zutritt erhalten. Yeto und ich verstärkten derweil die Wachen. Ich hatte schon die Idee, den Pöbel zu reizen, doch Praios sei Dank, hielt mich Yeto davon ab. Hoffentlich beeilten die sich da drin und hoffentlich waren sie erfolgreich. Es dauerte nicht allzu lange, bis unsere Unterhändler den Turm wieder verließen. Doch sowohl Asleifs, als auch Anastasias Gesichtsausdruck sprachen Bände davon, dass die Gespräche mit der Bürgermeisterin (und auch Vertraute der Gräfin ) nicht von Erfolg gekrönt waren. Es wusste schon die ganze Stadt vom Eindringen des Nivesen und ein unter den Teppich kehren war nicht mehr möglich. Hermsen sollte in drei Tagen öffentlich ausgepeitscht werden für seinen Stadtbesuch und die Hand verlieren, die er gegen die Wachen erhoben hatte.
Vor allem der Foggwulf wollte das nicht zulassen und zurück auf der Burg wurde stundenlang intensiv diskutiert, was zu tun sei. Von Befreiung, Durchführung der Strafe bis hin zum stärken des Körpers mit einem Armatrutz und Verwendung fremder Gliedmaßen war alles dabei.
Doch dann stand der Entschluss fest. Zuerst warteten wir geduldig, bis sich die Gräfin zu Bett begeben hatte. Sie sollte davon nichts mitbekommen, um nicht in die folgenden Geschehnisse involviert zu sein. Von den teils wahrlich tollkühne Ideen, die zu Tage kamen, einigten wir uns letztendlich auf folgendes: Yeto sollte des Nachts die Wache mit seinem Ikanaria Schmetterling ablenken, damit Olja diese mit ihren arkanen Kräften fortschicken sollte. Dann sollte der Insasse lokalisiert und befreit werden. Die anschließende Flucht sollte auf direktem Weg über die Mauer führen, wo der Rest der Otta mit Pferden bereitsteht. Nirka und ihre Sippe wurden informiert bereits jetzt aufzubrechen und wir wollten dann aufschließen. Einzig Ohm blieb in der Burg, und sollte am Morgen Anastasia instruieren, wo sie uns finden konnte. Ein kleiner Plan, um sich der bald auftauchenden Steckbriefe des geflüchteten Hermsens anzunehmen wurde ebenfalls geplant. Brego wird die nächsten Tage die Bilder mit Flügelhelm und Augenklappe versehen und "Beorn" drüber pinseln.

Dem listigen Phex sei es tausendmal gedankt, dass unser Plan auch fast genauso funktionierte, wie wir gehofft hatten. So befanden wir uns Stunden später, durch die Nacht reitend, auf dem Weg nach Festum. Zwei ruhige Tagesritte später, hatten wir auch zur Herde wieder aufgeschlossen und tatsächlich dauerte es auch nicht lange, bis Anastasia wieder bei uns war. Gelinde gesagt war sie sauer, wie Selemer Sauerbrot, dass man sie nicht eingeweiht hatte. Und während sie noch mit der gesamten Otta schimpfte, lenkten Asleif und Nirka unsere Aufmerksamkeit auf ein paar fette Karene. Der Kennzeichnung nach gehörten sie zu Nirkas Herde, doch wie konnten sie so fett geworden sein? Das Woher war schnell gefunden, das Wieso hat uns deutlich länger beschäftigt. Ein kleines Waldstück in der Nähe unseres Lagerplatzes war die Ursache. Ich selbst prüfte es. Man ging hinein, irrte gefühlt Stunden umher, und wenn man heraustrat, waren nur Minuten vergangen. Auch hätte ich schwören können nur gerade aus gelaufen zu sein. Der arme Raluf testete es sogar mehrmals und musste dann entkräftet kapitulieren. Ohm war es, dem die gesungene Mär aus Ask ins Gedächtnis drang. Sie handelte von einem Ort, an dem Karene abgemagert hineingingen und fett wieder herauskamen. Burian nutzte die Gunst Golgaris und verwandelte sich in einen Raben und erforschte den Wald. Er berichtete, dass er Wiesen und Seen erblickt hat und der Wald ungeheure Ausmaße hatte. Auch konnten wir durch sein Zeitgefühl ungefähr abschätzen, dass ein Tag im Wald nur 5 Minuten außerhalb darstellen. Er hatte auch die Idee, dass wir versuchen sollten, auf Karenen in den Wald zu reiten. Dies gestaltete sich schwieriger als gedacht, da die Karene erstmal gefangen werden mussten. Doch letztendlich schafften wir auch das.
Und so gebar sich der Wald in einem gänzlich anderen Licht und Aussehen. Kein düsteres Pflanzengeflecht, sondern sonnendurchflutete Haine erblickten wir. Trotzdem irrten wir durch diesen perainegefälligen Ort, bis Yeto Harfenklänge zu hören glaubte. Den Tönen folgend fanden wir eine unglaublich schöne Elfe, die in der Nähe eines Sees an einem Baum lehnte. Als sie uns erblickte, legte sie die Harfe beiseite, begrüßte uns und stellte sich ruhig als Niamh Goldhaar vor. Der Etikette folgend, stellten auch wir uns ebenfalls vor und fanden bald ein gemeinsames Thema. Ometheon, den Himmelsturm. Niamh lauschte aufmerksam, was wir zu berichten hatten und als unsere Erzählung endete, bat sie uns ihr zu folgen. Eine Handbewegung von ihr genügte und ein Boot erhob sich aus dem See. Wir nahmen Platz und das Bott fuhr los, ohne Segel und ohne Ruderer. Und Niamh erzählte von Ometheon und von der Hauptstadt der Elfen Tie Shiana. Von ihrer Zerstörung durch den vermaledeiten Namenlosen und von Pardona. Ich blickte in den See und am Grund erschienen Bilder, als wäre ich selbst dabei gewesen, als Tie Shiana unterging.
Wir erreichten eine kleine Insel mit alten, prächtigen Bauten. Wir verließen das Boot und hatten 1000 weitere Fragen. Niamh wiederum hatte zwar nicht alle Antworten für uns, aber viele Lücken konnten wir schließen.
Noch während die Otta sich mit Niamh besprach, trat Abdul an mich heran und war zu meiner Verwunderung vollkommen klar im Kopf. Gepriesene Hesinde, die hohe arkane Wirkung dieses Ortes musste seine Gedanken geordnet haben. Wir unterhielten uns, so lange es ging, über seine Gefangennahme durch Pardona, sein früheres Leben als Jäger des Namenlosen und sein Wissen über die arkanen Mysterien und Dämonen. Nachdem er dem Namenlosen wohl zu nahe gekommen war, hatte ihn Pardona entführt und für ihre Experimente missbraucht. Auch wisse er nicht, wie lange dieser Zustand der Klarheit anhalten werde. Ich selbst habe die Befürchtung, dass er so verwirrt wie früher wird, sobald wir diesen Ort verlassen. Abdul teilte diese Einschätzung und forderte Feder und Papier von mir. Als die Zeit des Aufbruchs gekommen war, drückte er mir drei Briefe in die Hand, mit der Bitte, sie den Beilunker Reitern auszuhändigen. Bei meiner Ehre, diesen möglicherweise letzten Wunsch werde ich ihm erfüllen. Bei meiner früheren Einschätzung von Abdul, habe ich wohl etwas zu verblendet auf seine gefährliche Seite geachtet. Er demonstrierte mir die Notwendigkeit sich mit dämonischen Mächten auseinander zu setzten, um diese effektiver bekämpfen zu können. Kenne deinen Feind meinte er. Aber diesen Schritt werde ich nicht gehen. Dafür erhielt ich aber einige höchst wertvolle Instruktionen, die das zeichnen von Schutzkreisen betrifft. Höchst interessant. Anna wünschte sich von Niamh einen Kranz aus einem mir unbekannten Gewächs. Blutblatt oder so etwas.
Einige Stunden oder Tage später verabschiedeten wir uns von Niamh. Ich kann diese Zeitspanne nicht genau greifen, da wir einen Tee zu uns nahmen und am Waldrand wiedererwachten.
Nirka, Raluf und die Nivesen erwarteten uns bereits.
Zuletzt geändert von Jyivindar am 22.10.2020, 09:19, insgesamt 3-mal geändert.

Jyivindar
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Re: "Team Kooosch" Spielrundenblog - Folgt dem Drachenhals!

Beitrag von Jyivindar » 12.10.2020, 15:22

Beurteilung des 8. Abends und ein paar Gedanken

Grüne Ebene
Das Reisen auf der Grünen Ebene war ganz nett und ich habe einen Horndrachenangriff tatsächlich eingebaut, auf den aber niemand reagiert hat (ka..niemand hat irgendetwas getan.. nur drangesessen und geguggt wie ein Auto :lol: )
Dieser wurde aber wirklich zum zentralen Element der Reise über die Ebene und die später eingeführten Steppenelfen konnten durch den Austausch von Geschichten aus dem Himmelsturm dazu bewogen werden, der Gruppe bis zum Rand der Ebene Geleitschutz zu geben.

--> Tipp: Drache war schick, die Elfen toll, aber aufpassen nicht zu viele Informationen durch den alten Legendensänger zu vermitteln. Hier lieber eher die Tendenz "was sind die Steppenelfen" und deren Leben ausspielen. Den Info-Part übernimmt ja Niamh später.

Ask
An sich ganz nett, man kann die Geschichte mit dem Wald einbauen aber ansonsten nichts besonderes.

Norburg
Hier wurde es interessant. Die Gräfin mantelte sich natürlich auf und dachte "Platz da, ab hier regiere ich" und wurde dann eines besseren belehrt.
Dafür wurden die Karene perfekt in Pferchen untergebracht, Phanta wurde wegen einer bevorstehenden Hauttransplantation durch die Gräfin (um die Schönheit wiederherzustellen) via Geheimgang in die Burg eingeschleust. Herm Sen wurde geschnappt, weil er die geplante Prozedur nicht verstand und wurde wie gewollt gefangen genommen + soll eben die Hand verlieren.
Das ist natürlich alles höchst spezielle, auf die Gruppe zugeschnittene Ereignisse, aber ich habe dennoch einige Spezielle Tipps für die weiteren Gruppen:

- Raluf war hier ein Joker. Der hat sich gleich zu Beginn aufgemantelt und sich direkt vor dem Tisch der Heilerin ausgezogen und in bester freizügiger Thorwalmanier herumgefuchtelt ;-) --> Fand die Idee für die Darstellung des Charakters einfach genial.
ABER Raluf wurde anschließend näher "inspiziert" und von der Gruppe getrennt. "Geht schonmal vor, ich komm dann nach *zwinker*" Dieser war dann mein verdeckter Joker, wenn in der Stadt Not am Mann ist oder eine Information fehlt.. er kam bei mir betrunken torkelnd herein und meinte "ich glaub, wir hamm nen Problem" (Herm Sen wurde geschnappt)

- Bürgermeisterin sollte möglichst gut kennen gelernt werden. Die Gräfin meinte spontan, dass sie nen total dicken Draht zu ihr hat und somit habe ich habe mitgespielt und drauf reagiert und sie als gute, kooperative Bekannte dargestellt. Zwar mit entsprechender Macht, aber auch als "Ach Anna.. du kennst doch die Norburger. Aber was soll ich denn machen, mir bleibt ja keine andere Wahl. Ich könnte zwar..." (Absichtlich kein "Sie" oder andere Titel verwendet)
Das ganze ist als Vorbereitung für das Finale gedacht, bei der die Dame wieder auftritt und komplett anders reagieren wird (wenn es Pardona sein wird)

- Steckbriefe ohne Brandstiftung
Ich wollte erreichen, dass man Herm Sen befreit und dass man im finale Beorn dafür verantwortlich macht.
Also.. wie schaffe ich es, dass man Beorn später die Schuld in die Schuhe schiebt? Bei uns gab es kein Feuer. Keine Ablenkung, keinen Kampf (haben wir geschickt umgangen) und die Gräfin wurde ebenfalls nicht in Verbindung mit uns gebracht.
Ergebnis: der Wächter wurde mittels eines Ikanaria-Schmetterlings kurz abgelenkt und die Hexe ihn mit "Gier nach Meskinnes" aufgezwungen. Dieser ist also so sturzbetrunken gewesen, dass er geschwört hat, ein "Thorwaler" wars.
--> Steckbriefe abändern
Diese wurden in Norburg erstellt, auf denen Herm Sen gesucht wird. Da diese so schnell angefertigt werden, werden die nur grob gezeichnet und so plump ausgehängt. Von einem Bediensteten werden diese so abgeändert, dass man "Beorn" drauf schreibt und eine Augenklappe drauf malt.
die Gruppe fand das eine tolle witzige Idee (von mir) als ich das so "zum spaß" vor mich her gesagt hatte. Und ich werde auch ein kleines Pergament als Handout anfertigen.. just 4 Fun.

Aber.. genau dieser "Spaß" führt dazu, dass man Beorn gegen Ende der Kampagne ergreift usw.

Mann bin ich n Arsch :twisted:


Zauberwald
Hier habe ich das Handout aus dem Downloadbereich vorgelesen. Es ist eine gute Zusammenfassung.
Ich gebe euch den Tipp hier, bereitet ein wenig was vor wie kleine Wichtel und Feen usw.. aber übertreibt es nicht.
viel wichtiger ist Niamh und die Fahrt über den See in meinen Augen.
Allerdings ist der Part auch sehr geil, da man wirklich z.B. eine Orgie einbauen kann (ich meine ja nur ^^) oder andere, unglaubliche Ereignisse einstreuen kann, die man vielleicht nie wieder unterbringen wird.
Diesen Teil kann man halt wunderbar skalieren, da in der realen Welt nur ein paar Minuten/Stunden mehr vergehen, was wiederum die Besonderheit beim Verlassen stärker herausbringt.
Schöner Part, der viele schöne Möglichkeiten bietet. Ich habe den aber eher kurz gehalten. Schaut halt mal ob ihr witzige Ideen habt, hier gibts eine großartige Bühne dafür.


Ende des ersten Abenteuers.

Jyivindar
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Re: "Team Kooosch" Spielrundenblog - Folgt dem Drachenhals!

Beitrag von Jyivindar » 12.10.2020, 15:29

4. Auf der Spur des Wolfes - Abend 09 - Vorbereitungen

Abenteuer: A173.4 - Auf der Spur des Wolfes
Schauplatz:
Grobe Plaung:
Materialien für den Abend

- Gedruckt:
- Gedruckt für Meister:
- Zum Anfassen:
- Musik:

Absicht des Abends

Besondere Szenen:

Rekapitulierung


Platzhalter momentan

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