Phils (gar nicht mehr so knapper) Spielrunden-Blog

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phil
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5. Session, Teil 2: Der zweite Tag in Punin

Beitrag von phil » 19.10.2019, 10:42

Der Tag begann mit einem Besuch in der Magierakademie, wo sich die Gruppe zum Arkanen Institut durchfragte, um Salandrion in seiner Sprechstunde zu besuchen. Das Warten vor dem Büro gab Anlass zu einigen humorvollen Einblicken ins aventurische (bzw. Puniner) Academia – wegen einer am Folgetag stattfindenden Examinatio war der Flur mit (mehr oder weniger nervigen) Scholaren überfüllt, die unbedingt vor der Prüfung noch mit dem Magister sprechen wollten und erst nach etwas „Mentoring“ durch Rahjadan und Adamancor von dannen zogen.

Salandrion konnte, nachdem Rahjadan ihn auf die Chroniken von Ilaris ansprach, zumindest offenbaren, dass er die (fürs Abenteuer eher irrelevante) Passage „Vom Wesen der Menschen“ kannte; für weitere Recherchen stellte er Rahjadan aber diverse Passierscheine für die Bibliothek aus. Ansonsten wurde seine Poesiesammlung „Geliebte Fee“ zum Running Gag, von der er gleich zwei signierte Exemplare für Naheniel und Rahjadan überreichte (und im Zuge des Gesprächs ungeplanterweise immer mehr Richtung Gilderoy Lockhart abdriftete). Mangels Interesse für „praktische Artefaktanalysen“ verwies der Magister die Gruppe in diesen Fragen ans Archiv.

Dort kam es zu einem ausführlichen Gespräch mit dem zweiten Archivar Nazir Ragaza (den Rahjadan noch flüchtig von früher kannte, natürlich ohne etwas von seinen finsteren Treiben zu ahnen – dementsprechend berichtete die Gruppe ihm ausführlich von ihrem Wissen über die Harfe und den Begegnungen mit den Kulten des Namenlosen, was sicherlich noch ein Nachspiel haben wird). Nazir verwies dann auch an Rhodenio Faysharan und teilte mit, dass diesem die Leitung der Harfenanalyse inneliege und die Gruppe ihn am besten abends im Löwe & Einhorn antreffen könne…

Mittags ging es dann (ohne Fredo, der derweil schon mal als Vorbereitung für den Abend die Madathermen samt Umgebung erkundete) zur Commandatur, um nach dem Gefangenen zu sehen. Dort traf die Gruppe zu ihrer Überraschung auf eine Delegation der PRAioten unter dem Inquisitor Amando Laconda da Vanya (in unserer Zeitlinie Prätor der Gilbornshalle, aber noch nicht Großinquisitor). Meine Motivation mit dieser Szene war, a) im Gegensatz zu so manch offiziellem DSA-Abenteuer die Obrigkeit im Zuge einer ernstzunehmenden Bedrohung (wie einem NL-Kult) tatkräftig statt inkompetent wirken zu lassen und b) die PRA-Kirche zwar durchgreifend, aber durchaus nicht unvernünftig darzustellen. (Amando Laconda da Vanya ist in diesem Sinne einer meiner Lieblings-NPCs, was sicherlich auch an der Darstellung durch den SL meiner G7-Runde liegt). Das Gespräch mit dem Inquisitor fand sehr „auf Augenhöhe“ statt. Er ging auf den Vorschlag der Gruppe ein, dass die Inquisition Hanzal verhören und (nach Einschätzung des Inquisitors) Ergebnisse an die Gruppe weitergeben werde. Den Fragen und Informationen der Gruppe zu Simyala und dem Basiliskenkönig gegenüber war der Inquisitor sehr offen; inwiefern sich dies in den Ergebnissen der Befragung (die die Gruppe am nächsten Spieltag erreichen sollten) niederschlagen wird, muss ich mir noch überlegen – bin für Vorschläge offen :-). Die Helden berichteten ebenfalls bereits von der falschen Prophetin, bei der Azila (angeblich) getanzt hatte – Amando Laconda kündigte an, dass die Tänzerin und die Prophetin (die den PRAioten bekannt ist, aber für harmlos gehalten wird) ebenfalls befragt werden sollten, dass Hanzals Verhör allerdings Priorität habe.

Später begaben sich Fina und Rahjadan zur Bibliotheksrecherche in die Akademie, wo dank Salandrions Passierschein in den weniger zugänglichen Bibliotheksflügeln des Arkanen Instituts die Quellen Q12 bis Q16 gefunden werden konnten. Andamancor traf derweil in der Halle des Heiligen Caralus, dem RONdra-Tempel, auf die Knappin der Göttin Salkya Firdayon. Da diese nicht nur von ihm und seinen Heldentaten gehört hatte, sondern auch sehr erfreut über seine (perfekt in ihre Geron-Recherchen passenden) Berichte zu Geron-Stele und –Kloster war, gab sie ihm Einsicht in die im Allerheiligsten des Tempels lagernden Ausschnitte aus den Chroniken von Ilaris (Q23). Im weiteren Verlauf der Kampagne wird es vermutlich weitere Anknüpfungspunkte geben, da Salkya nach den Berichten zum Erbe Gerons gleich begann, eine Kosch-Expedition zu planen.

Am Nachmittag fand die Gruppe wieder in der Gaststätte zusammen, um die Erkenntnisse des Tages zusammmenzutragen und zu diskutieren; hier wurde auch prompt (als Reaktion auf die Harfenrecherche) der erste Brief der Ilaristen unter der Tür durchgeschoben.

Am frühen Abend ging es dann zur mysteriösen Verabschiedung im Nebel der Madathermen. Die Gruppe war sich einig, dass es besser sei, den Madamanten nicht mitzunehmen – Adamancor verschanzte sich also derweil mit dem Edelstein, den er in seinen Wappenrock einnähte, im RON-Tempel, wo er Salkya, die natürlich ihre Hilfe anbot, soweit wie möglich in die Vorkommnisse einweihte.

Das Gespräch mit der unerkannten Yanis war sehr stimmungsvoll (die Gruppe ließ sich auch bereitwillig auf ihr Spiel ein), aber als Spielleiter recht anstrengend (und schwer zu steuern; am Ende hätte ich gerne mehr Informationen untergebracht). Den genauen Ablauf kann ich nicht mehr rekonstruieren, daher hier die Fragen der beiden Parteien (nicht unbedingt in richtiger Reihenfolge):

Fragen der Helden und Yanis‘ Antworten:
  • "Wer seid ihr?" "Ein unbedeutender Bote." (Interessanterweise kamen hier keine weiteren Nachfragen, sodass die Sha’ay Mada als Organisation nie erwähnt wurde!)
  • "Sucht ihr einen Madamanten?" "Ja." (Facepalm… Danach wurden die Fragen geschickter formuliert.)
  • "Was sind Madamanten?" Hier gab Yanis im Wesentlichen die Informationen aus Quelle Q7.
Yanis’ Fragen und die Antworten der Helden:
  • "Mit welchen Zielen seid ihr nach Punin gekommen?" "Wir suchen die Harfe und betreiben Nachforschungen zu Simyala."
  • "Wozu bedarf es der Harfe?" "Zum Kampf gegen den Namenlosen."
  • "Ist ein Madamant in euren Besitz?" "Keiner von uns dreien hat momentan einen Madamanten im Besitz."
  • "Wo ist der Madamant, auf den ihr Zugriff habt?" "Am Herzen unseres Freundes."
  • "Welche Gruppen interessieren sich noch für euren Auftrag?" "Die Ilaristen und die Schergen des Namenlosen."
Die finale Frage der Helden ("Was habt ihr mit dem Madamanten vor?") führte dann zum Abbruch des Spiels durch Yanis. Sie gab allerdings danach noch den Hinweis auf den schlafenden Stein und verwies zur weiteren Kontaktaufnahme an die Zahori-Sippe. Natürlich unterbreitete sie auch das Angebot, die Harfe zu besorgen – mit dem Madamanten als Gegenleistung. Ihr Hinweis, dass die Gruppe herausfinden solle, wofür die Diener des Namenlosen die Harfe benötigen, wurde von Fina spontan beantwortet: zur Erweckung des Basiliskenkönigs, um ihn auf die Welt loszulassen! Hier fand ich es nicht einfach, Yanis‘ Reaktion abzuwägen – sie fragte also zurück, ob die Helden es sich hier nicht zu einfach machen und hier in Teilen einer Legende aufsitzen.

Alles in allem war das Treffen für die Helden nicht allzu ergiebig, und insbesondere wurde ihnen danach auch schnell klar, dass ihr*e mysteriös*e Gesprächspartner*in nun de facto weiß, dass ihr einziger Gefährte, der nicht beim Treffen dabei war, den Madamanten an seiner Brust verbirgt – dementsprechend nahm dann auch nach dem Zusammenfinden der Gruppe in RON-Tempel Fredo den Stein an sich, während Adamancor einen falschen Stein an seiner Brust einnähte. Raffiniert!

Schließlich begab sich die Gruppe erneut ins Löwe & Einhorn, um endlich Rhodenio Faysharan zu treffen (auf dem Weg traf man noch auf eine Prozession der neulich gegründeten Golgariten). In der Gaststätte bemerkte Fina den Archivar Nazir, der am Nachbartisch „lauschte“ – seltsamerweise reagierte die Gruppe aber nicht darauf. Rhodenio gab sich recht überheblich und alles in allem eher ablehnend – insbesondere war er nicht zu einem ausführlichen Gespräch bereit, bevor die Analyse der Harfe abgeschlossen sei. Die Hinweise auf drohende Gefahren und einen möglichen Diebstahl der Harfe nahm er zunächst wenig ernst, versprach aber (primär, um die Helden abzuwimmeln), eine Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen.

Am späten Abend begab sich die Gruppe dann (völlig verdachtsfrei) zur Tanzveranstaltung bei der Sharisad. Nach einem leckeren Mahl mit angenehmen Gesprächen bereitete sich Azila dann, während die Helden den Nachtisch genossen, auf ihren Tanz vor – dieser wird allerdings erst beim nächsten Treffen stattfinden (evtl. Ende November, schlimmstenfalls erst im Januar). Bis dahin muss ich mir (insbesondere aufgrund der Vorsichtsmaßnahmen der Helden) noch einige Gedanken machen, wie die Widersacher im weiteren Verlauf des Tanzabends und beim (versuchten) Diebstahl des Madamanten danach vorgehen werden. Yanis glaubt ja weiterhin, dass Adamancor den Madamanten hat; der NL-Kult wird durch den Tanz die Wahrheit erfahren – es bleibt also spannend!

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