nachdem ich vor vielen Jahren schon einmal die ersten Questen der Erstauflage mit einer Gruppe gespielt hatte, bin ich positiv überrascht, was in der Neuauflage alles an groben Schnitzern beseitigt worden ist, ohne den Charme der früheren Jahre zu verlieren.
In den letzten Wochen habe ich mich auf dieser Site bereits ausführlich mit guten Ideen, Material und Infos zur Phileassonsaga versorgt, die wir gerade neu angefangen haben zu spielen. Ein herzliches Dankeschön an Alle, die hier das Leben des Meisters mit ihren Tipps und Downloadmaterial erleichtern.
Zu einigen überraschenden Heldenaktionen, aber auch zu Ungereimtheiten und Problemen die ich mit der damaligen Gruppe hatte, konnte ich aber noch keine Threads oder Infos entdecken und möchte sie nach und nach hier gerne zur Diskussion stellen.
Zu Anfang einige Logikprobleme zur Anreise zum Himmelsturm:
Wollten eure Helden die Träne der Nurti auch sofort wieder entfernen, nachdem sie die Richtung des Lichtstrahls anpeilen konnten? Meine Spieler wollten damals verhindern, dass Beorn den Peilstrahl ebenfalls nutzt, um zum Himmelsturm zu gelangen. Mit Phileassons nautischen Kenntnissen ist es mir als Spielleiter jedenfalls nicht wirklich erklärbar, warum Phileasson bei Sonnenlicht nicht in der Lage sein sollte, die einmal mit dem Lichtstrahl exakt und in Ruhe angepeilte Reiserichtung auch ohne Lichtstrahl genau einzuhalten.
Um den Hauptplot logisch weiterlaufen lassen zu können (so dass auch Beorn den Himmelsturm nach den Helden finden kann), war mir damals spontan nichts besseres eingefallen, als dass der Edelstein magisch an seinem Ort fixiert ist, und sich nicht so ohne weiteres wieder entfernen ließ.
Zum Glück war die Umgebung meinen Spielern derart heilig, dass sie im Heiligtum keine Sachbeschädigung begehen wollten (Schale zertrümmern, andere Statuen verdrehen, umstürzen oder ähnliches). Schließlich ließen die Helden der Gruppe dann den Strahl doch aktiviert - nachdem die Spieler bemerkt hatten, dass mir das als Meister wohl sehr wichtig war

Zweites Problem:
Nachdem meine damalige Heldengruppe die Shakagra entdeckt hatte, wunderten sich die Spieler doch sehr, dass der nach Jahrhunderten wieder aktivierte Leitstrahl von den Shakagra unbemerkt geblieben war. Schließlich dauert die Fahrt vom Heiligtum zum Turm ja auch ein paar Tage, in denen scheinbar kein Shakagra mal nach draußen geschaut hat.
Wie würdet ihr erklären, dass der Peilstrahl über lange Zeit nicht bemerkt wurde?
Ansonsten hätte der aktivierte Strahl bei denen Elfen und vor allem bei Pardona doch einen Alarm sondergleichen auslösen müssen, gegen den das Schlagen des Gongs nur ein Kaffekränzchen wäre. Schließlich bedeutet die Reaktivierung des Peilstrahls doch, dass entweder die Alten Elfen selber zurückkehren werden - oder aber Wesen, die mit den Alten oder ihren Nachkommen in engem Kontakt stehen. Woher sonst hätten die Anreisenden die Träne der Nurti bekommen sollen, um den Strahl zu aktivieren? Und woher sonst hätten die Anreisenden wissen können, wo und wie dieses uralte Artefakte eingesetzt wird?
Aus diesem Grund war es meiner Gruppe damals extrem wichtig, trotz aller Gefahren auf der Flucht die Träne der Nurti vor den Shakagra in Sicherheit zu bringen, damit später einmal eine Strafexpedition den Weg zu diesen Dämonoiden leichter wiederfinden kann. Ihr vorheriges Peilergebnis vom Heiligtum aus entlang des Lichtstrahls war Ihnen dann doch wohl zu ungenau

Haben eure Spielrunden die Träne der Nurti behalten oder den Stein in die Hände der Shakagra fallen lassen, so dass der Himmelsturm dann wohl nicht mehr so leicht wiederauffindbar ist?
Ansonsten hätten die Shakagra und Pardona wohl auch kein Problem, die Quelle des Peilstrahls, also das Heiligtum, vollständig zu vernichten, um sich so erneut besser im ewigen Eis verstecken zu können.
Über Kommentare und Erklärungsvorschläge zu diesen Punken würde ich mich sehr freuen, falls meine Spielgruppe diesmal auch wieder ähnliche Gedanken entwickelt.
Herzliche Grüße
"Woltgar Bodiak, Adeptus maj. zu Lowangen"