
Ich habe den Weg ab Perainefurten zur Ruine Drachenhaupt zusammengefasst und wollte dann dort loslegen. Es wurde ein bisschen das Gebäude erkundet (hab den Lageplan von Caput Draconis verwendet, natürlich ohne dass da schon eine Draconiterburg drin ist: http://www.draconiter.de/struktur/horte ... haupt.html) und wollte nun an diesem Spielabend endlich mal eine "Altlast", nämlich die Helden zweier ehemaliger Spieler loswerden, die nicht mehr mitspielen, deren SCs ich aber seit längerem als NSC weiter mitschleppe.
Auf der Burg habe ich beschlossen, dass sich da ein Höhlendrachenjungtier eingenistet hat. Gleichzeitig habe ich eine Gruppe der in den Drachensteinen lebenden Erzzwerge auftauchen lassen, die den Drachen bekämpfen (etwas dargestellt als quasi postapokalyptische Kampftruppe im Krieg gegen die überall präsenten Drachen, ähnlich wie im Film "Herschaft des Feuers"; der Anführer "Schrock" ähnelte sogar äußerlich wie mental etwas dem Armeetyp "Van Zan" in diesem Film

Ziele davon waren a) etwas Action, b) die Konfrontation mit einem Drachen (wenn auch einem kleinen) und c) dem Alt-SC Arthax, zwergischer Großwildjäger, einen Grund zu geben, die Gruppe zu verlassen. Der Kampf verlief so öde wie schon seit Ewigkeiten nicht mehr: Lustlose Aktionen, keiner hat aktiv irgendwas gerissen, ich hab mich echt gefragt, was ich falsch gemacht habe. Ich hatte nämlich eigentlich bei rasanter Musik die Drachen-Auftauchszene und die Zwerge ziemlich fesselnd beschrieben. Na egal, ich hab dann - da niemand irgendwelche größeren Aktionen gezeigt hat - die Zwergengruppe den Kampf entscheiden lassen; sie haben unter Verlust eines ihrer Leute den Drachen mit einem Drachentöter im Gespann vernichten können. Also wie gesagt: Ich war schon wieder sozusagen Alleinunterhalter, der anderen eine Geschichte erzählt. Und das obwohl ich dauernd versuche, ihnen Gelegenheit für eigenes Handeln zu geben, aber es kommt halt nie was.
Arthax schloss sich den Zwergen danach an, war also weg. Wieder fasse ich die Reise zum Tal der Türme (die Zwerge haben entsprechende Hinweise gegeben, dass es so ein Tal gibt) zusammen und springe dann irgendwann zur Begegnung mit Apep. Ich hab es ehrlich so imposant und bedrohlich wie möglich beschrieben, ein bisschen Reaktion gab's auch, aber insgesamt war ich schon eher enttäuscht. Man wollte sich den Weg mit Informationen erhandeln so nach dem Motto "wir wissen was, was du nicht weißt, nämlich dass eine möchtige Hochelfe kommt und dich bestimmt nicht mag". Na gut, da ich sowieso auch den zweiten Alt-SC loswerden wollte und dieser noch einen Endurium-Säbel der Shakagra bei sich hatte (diesen aber durch den dämonischen EInfluss der Waffe nicht mehr hergeben wollte), wurde dieser kurzum verbrannt und seine Waffe von Apep genommen. Die Spieler hat das natürlich nicht weiter geschockt. Der daraufhin losbrechende Kampf zwischen Apep und den beiden Drachen Lessankan und Isladir, den ich ebenfalls so imposant wie möglich zu schildern angefangen habe, hat auch nicht gerade die Spieler zu aktivem Spiel geführt. Vorher hat man noch Pardona auf einem Berg gesehen. Sie hatte sich wie gesagt mit Isladir verbündet und die beiden haben auch Lessankan als Verbündeten gewonnen, um Apep zu stürzen. Man ist halt weggerannt und kam ins Tal der Türme.
Sehr pragmatisch wurde hier durch Wahrheitszauber sehr schnell alles an Hinweisen zu den Opferstätten der Wulfen und zur Ruine am Sturmhaupt rausgefunden. Naja, warum nicht, spart Zeit und man hatte ja Pardona auf einem Berg stehend und offenbar mit den beiden Drachen im Bunde, schon gesehen und wollte keine Zeit verlieren. Ich hatte mich eigentlich auf so eine schöne "Pakt der Wölfe"-Stimmung gepaart mit ein wenig Inzestdorf wie in "Schlafes Bruder" und ein paar Tage Aufenthalt gefreut, aber das konnte ich gestern nur anreißen und werde es wohl nächstes Mal auch nicht weiter vertiefen können. Damit hat der Abend geendet und ich denke, nächstes Mal geht's schnurstracks zur Ruine und Selflanatil holen. Ich hab jetzt zwei Wochen Zeit zur Vorbereitung und überleg mir mal ein gutes Finale. Ich hab mir gedacht, dass man nach hartem Kampf gegen die Wulfen und den geisterhaften Silberwolf die Klinge vor Augen hat und dann Pardonas Drachen einem zuvorkommen. Je nach Ideen der Spieler und deren Durchführung kann man dann die Silberflamme doch noch erbeuten oder sie fällt halt in die Hände Pardonas. Mal sehen. Vielleicht rede dann nächstes Mal nicht wieder nur ich, sondern meine Spieler haben mal wieder einen etws aktiveren Tag...
